15. Dezember 2010 • 17.30 Uhr
Podiumsdiskussion: Gewalt und Porno im Web 2.0
Eintritt Spendenbasis für UNICEF-Kinderstadt Karlsruhe
Veranstaltungsort: In der Aula der Europäischen Schule Karlsruhe, Albert-Schweitzer-Str. 1, 76139 Karlsruhe
Der „Mahnende Mühlstein“ wandert nach 10 Wochen von der Europäischen Schule weiter in die Innenstadt von
Karlsruhe. Wir haben den Stein zum Anlass genommen um das Thema Gewalt und Missbrauch an Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Bereichen sensibler zu betrachten. Wir hoffen, mit den verschiedenen Aktionen das
Bewusstsein in der Schulgemeinschaft und in der Gesellschaft geschärft zu haben.
Podiumsteilnehmer
Jerome Braun, Moderator der Podiumsdiskussion und Geschäftsführer von Hänsel & Gretel
Die Menschen wachrütteln und Diskussionen auslösen, dazu soll der 1,4 Tonnen schwere
und 1,40 Meter hohe Mühlstein dienen. Er soll Anstoß geben, den Kinder- und Jugendschutz
stetig weiter zu verbessern. Kinder müssen vor Vernachlässigung, Misshandlung und
Missbrauch geschützt werden.
Die Verantwortung hierfür tragen die Erwachsenen und nur die Erwachsenen.
Johannes Heibel, Gründer und Vorsitzender der Initiative, ist zugleich Ideengeber für diese
Aktion. Gemeinsam mit den Eischeider Steinmetzen Heinz-Alois und Bruno Harich, die sich
bereit erklärt haben, dieses Projekt ehrenamtlich zu unterstützen, konnte der beschriftete
Mühlstein als gewichtiges Zeichen realisiert werden.
Das steinerne Mahnmal gegen Kindesmissbrauch geht deutschlandweit auf die Reise und
kann auf nahezu allen öffentlichen Plätzen aufgestellt werden. Dabei wird die Aktion von der
jeweiligen Kommune unterstützt.
Wer steckt dahinter?
Johannes Heibel
Dipl. Sozialpädagoge (FH)
Vorsitzender
Hintergund zum Mahnenden Mühlstein
Anfang 1992 gründeten besorgte Eltern in der Verbandsgemeinde Wirges im Westerwald eine „Elterninitiative gegen Gewalt und sexuelle Belästigung in ihrer Schule“.
Der Grund lag darin, dass Schülerinnen sich über ihren Lehrer beklagten, weil dieser sie geschlagen hatte und ihnen gegenüber zudringlich geworden war.
Aus dieser Betroffenheit heraus wuchs der Gedanke, einen eingetragenen, gemeinnützig anerkannten Verein zu gründen.
Seit dem 15.01.1993 ist die Initiative gegen Gewalt ein eingetragener Verein und setzen sich für Betroffene ein.
Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht:
Betroffene und deren Vertrauenspersonen zu beraten und zu begleiten,
z.B. bei Gerichtsterminen. Telefonische Beratung ist auch anonym möglich.
Entwicklung eines Hilfeplan für Betroffene, zeigen vonPerspektiven.
Unterstützung, falls notwendig, für betroffene finanziell, z.B. bei der Fahrt
zur Therapiestätte oder bei der Nebenklagevertretung vor Gericht.
Maßnahmen, die dem Schutz gefährdeter Kinder und
Jugendlicher dienen durchführen.
Zusammenarbeit mit Behörden und Institutionen, Hinweisen auf
Missstände und Gesetzesdefizite und Erarbeiten von Verbesserungsvorschläge.
Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen für ErzieherInnen, LehrerInnen,
GruppenleiterInnen u.a.m..